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WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG
Alkohol und der Körper

18/10/2007
ALKOHOLSCHADEN VON FOETUS DAUERT IM ERWACHSENENALTER AN

Eine über zwanzig Jahre laufende Studie in Deutschland hat gezeigt, dass die schädlichen Auswirkungen des starken Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft das Leben ihrer Kinder bis ins Erwachsenenalter beeinträchtigen kann.

 

Seit mehr als dreißig Jahren weiß man, dass bei alkoholabhängigen Müttern ein hohes Risiko besteht, dass ihre Kinder charakteristische Abweichungen im Gesicht und am zentralen Nervensystem aufweisen und dass die Gefahr einer Frühgeburt oder einer spontanen Fehlgeburt besteht.

Die neue Studie bezieht sich auf 37 Patienten (durchschnittlich 26 Jahre) mit dem fötalen Alkoholsyndrom (FAS) oder dem milderen fötalen Alkoholeffekt (FAE).

Die körperlichen Folgen verringen sich zwar mit der Zeit, aber viele Patienten verzeichneten weitere typische Abweichungen, wie einen ungewöhnlich kleinen Kopf, eine allgemeine Wachstumsstörung und Hyperaktivität. Nur 5 Personen (13 %) konnten normale Arbeit finden, obwohl 26 (69 %) eine entsprechende besondere Ausbildung absolviert hatten. Nur 14 % waren in der Lage, selbständig zu wohnen.

Es wurde eine deutliche Wechselbeziehung zwischen dem intellektuellen Vermögen zum Zeitpunkt der Diagnose und einem abnormal kleinen Kopfumfang 20 Jahre später festgestellt.

Mehrere Patienten hatten sich bestimmte Abweichungen, die mit FAS einher gehen, wie etwa einen gespaltenen Gaumen, wegoperieren lassen.

Nur eine sehr kleine Gruppe der Patienten war in der Lage, als Erwachsener ein normales Leben zu führen, so die Forscher.


Quelle: „The Quarterly Review of Alcoholic Research“, Summer 2007; Volume 15, Nr. 2

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