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WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG
Alkohol und der Körper

15/10/2008
BIER UND KREBS

Es ist schon länger bekannt – unter anderem durch die Arbeiten des Genter Hochschullehrers Denis De Keukeleire – dass Bier (durch den Hopfen) den bioaktiven Stoff Xanthohumol enthält, ein Molekül, das durch seine starke anti-oxidierende Wirkung als Hilfsmittel gegen die Entwicklung von Krebsgeschwüren in Betracht kommt. Leider ist der Xanthohumolgehalt im Bier sehr gering (von 0,01 bis 0,20 mg pro l). Man müsste etwa 60 Gläser Bier pro Tag trinken, um zu einer wirksamen Menge zu kommen!

Daher planen deutsche Wissenschaftler, ein Bier mit hoher Xanthohumolkonzentration zu brauen. Wenn dieses Vorhaben gelingt, wird Bier nicht nur ein leckerer Durstlöscher sein, sondern auch ein präventives Mittel gegen Krebs.

Das waren die guten Nachrichten über Bier und Krebs. Nun die schlechten: Biertrinken soll das Entstehen von Pankreas- bzw. Bauspeicheldrüsenkrebs verfrühen können. Dr. Michelle Anderson von der University of Michigan (USA) untersuchte das Trink- und Rauchverhalten von 453 Patienten mit Pankreaskrebs. Ein derartiger Krebs beginnt im Durchschnitt im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Bei starken Trinkern mit mehr als drei Standardgläsern pro Tag sank das durchschnittliche Anfangsalter um zehn Jahre. Laut Anderson sei diese Wirkung am größten bei Bier. Der Unterschied zwischen Trinkern und Nichttrinkern verschwand jedoch, wenn andere möglichen Variablen berücksichtigt wurden, die Ursache von Pankreaskrebs sein können.

MedicineNet.com, 20.09.08; KABC-TV Los Angeles, 06.12.07

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